Rückblick Forum IT 2018

23. und 24. Oktober 2018, Hilton Garden Inn Vienna South, Wien

Homo Sapiens und die digitale Demenz

Wie lange dauert es, die Geschichte der Menschheit der letzten 15 Millionen Jahre zu erzählen? Wenn Sie auf dem Forum IT 2018 dabei waren, dann wissen Sie es. Univ. Lektor Mag. Fauma brauchte dafür rund 50 Minuten. Was unterscheidet denn den heutigen Homo Sapiens Sapiens vom Menschenaffen? Die Antwort mag wohl lauten: Das Smartphone in der Hosentasche.

Und was bringen uns die nächsten Jahre? Es fiel das Schlagwort „Digitale Demenz“ oder weniger Akademisch: digitale Verblödung. Die Krux an der Sache ist nämlich, dass wir durch Algorithmen und digitale Dienste all das verlernen, was wir nicht mehr brauchen. Die Berechnung der Gravitation zum Beispiel oder Einparken oder Kopfrechnen.

Mag Gregor Fauma

Da sowohl der Evolutionsbiologe Mag. Fauma als auch Ing. Franz Hoheiser-Pförtner, Vorstand der Cybersecurity Austria, mit der Sorge vor der Digitalen Demenz endeten, könnte an diesem Befund durchaus etwas dran sein. 

Heißgeliebte DSGVO, e-Privacy und die NIS Richtlinie

Eine ganz andere Baustelle bearbeitete Dr. Tobias Tretzmüller, Knyrim Trieb Rechtsanwälte OG, nämlich die DSGVO und weitere juristische Neuregelungen im Feld der Informationstechnologie und Datenverarbeitung. Vielleicht wird es Sie freuen zu hören, dass die NIS Richtlinie nun tatsächlich zum Gesetz wird.

Oder aber auch, dass die e-Privacy Verordnung sich als Papiertiger erweisen könnte. Nicht freuen könnte Sie dagegen, dass durch eine so genannte KnowHow-Richtlinie zum Schutz von Betriebsgeheimnissen erneut Arbeit auf die europäischen IT-Abteilungen zukommen dürfte. Mit der DSGVO ist das Datenschutzhaus jedenfalls lange noch nicht fertig gebaut.

Dr Trobias Tretzmüller

Dr. Tobias Tretzmüller, Knyrim Trieb Rechtsanwälte OG

DI Adrian Pinter

DI Adrian Pinter, Siemens AG Österreich

Sicherheit im industriellen Umfeld

Ganz in der Praxis zu Hause war zu Beginn der Veranstaltung DI Adrian Pinter (Siemens AG Österreich). Er berichtete, dass es im Durchschnitt 185 Tage dauert, bis ein Eingriff ins IT-Netzwerk eines Industrieunternehmens bemerkt wird.

Sechs Monate also in dem ein systemfremder Virus in aller Ruhe Schaden verursachen oder Schaden betreiben kann und das wo es im IoT Zeitalter bei der Sicherheit nicht nur um Security sondern auch um Safety geht. Das heißt es geht mitunter um Leib und Leben. 

Durchaus aufregende Fragen allerdings, die hier aufgearbeitet wurden, bevor die einzelnen Programme zu Software Asset und LizenzManagement (SAM), Service Desk und SecurITy starteten. Dort wurde dann weitergebaut, sowohl an der Geschichte der Menschheit als auch am Datenschutzhaus. 

Alle Fotos ©Astrid Bartl

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