Neubau einer Wohnhausanlage im arabischen Baustil für Asylanten und Migranten

Neubau einer Wohnhausanlage für Asylanten und Migranten

Projektbeschreibung

Geplant ist das Projekt in der Mohrstraße 12, Gst.Nr. 44/3 EZ 1419, mit einer Grundfläche von etwa 4570m². Verbaut werden mit den 1835m² knapp 40%. Meine Idee ist es, auf die derzeitige Zuwanderungsproblematik einzugehen, indem man nicht nur die Bürger des arabischen Raums, sondern auch die arabische Architektur in das Land integriert. Durch eine Neuerung des arabischen Baustils, indem hauptsächlich regionale Baustoffe, wie Holz und Lehm, verwendet werden, profitieren sowohl der Klimawandel als auch das Bruttoinlandsprodukt davon.

Neben den gleichen Baumaterialien werden unter anderem Stilelemente wie Brunnen, Ornamente und Steineinlegearbeiten eingesetzt. Um der Natur die entnommene Fläche wieder zurückzugeben, wird knapp 40% der Außenfassade als grüne Fassade und alle Flachdächer als begrünte Dächer ausgeführt. Diese Begrünung führt im weiteren Schritt zu einer Luftverbesserung und einer Temperaturregulierung im näheren Umfeld. Für ein nachhaltiges Leben sorgen unter anderem Systeme wie Wärmepumpen, Solaranlagen und Wohnraumlüftungen. Dadurch verzichtet man komplett auf Öl und Gas und hat keine Schadstoffbelastung. Die Wohnhausanlage soll Platz für bis zu 35 Wohnungen im Bereich von 60m² - 80m² bieten.

Durch diverse Förderungen soll ein leistbares Wohnen ermöglicht werden. In unmittelbarer Nähe befindet sich neben einem "Spar"-Markt auch eine Bank, eine Apotheke und viele weitere Einrichtungen für eine gute Infrastruktur. Bei der Planung der Wohnhausanlage ist zusätzlich ein Augenmerk auf die Barrierefreiheit gelegt worden. 1 Parkplatz pro Wohneinheit plus weitere Parkplätze für Ladestationen der Elektroautos und Besucherparkplätze wurden vorgesehen.

Das Wohnhaus verfügt weiters über einen etwa 100m² großen Eventraum, in dem Treffen der Wohngemeinschaft sowie der Öffentlichkeit abgehalten werden können. Er ist sowohl für Winterevents als auch für Sommerevents geeignet, da man den Raum auf zwei gegenüberliegenden Seiten mit Schiebetüren ausgestattet hat. Für die dort wohnenden Kinder wird ein eigener Spielplatz mit verschiedenen Aktivitätsmöglichkeiten errichtet. Eventraum und Spielplatz verfolgen gemeinsam den Sinn, dass sich die Wohnbevölkerung näher kommt und miteinander wirkt.

Innovationskraft

Mut zum Risiko. Ich will das Rad nicht neu erfinden, ich will zeigen, dass alt nicht immer schlecht bedeutet, wie im Falle Holz und Lehm, die ältesten Materialien der Welt. Beide Materialien wurden schon zu Beginn der Menschheit dazu verwendet, um einen Fortschritt zu erzielen. Also warum sollte man nicht auch heute wieder auf Urgesteine setzen, die dank des Fortschritts eine große Entwicklung durchmachten.

Sie sind nicht nur in vielen bauphysikalischen Bereichen hervorragend, nein sie sind es auch in Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Ich sehe in diesen zwei sich ergänzenden Baustoffen die Zukunft der Welt, da Lehm grundsätzlich von Mutter Natur in jeder Region auf der Welt zu Verfügung steht und oftmals nur als Aushubmaterial weggeführt wird und Holz, solange es im richtigen Maße gewonnen und danach Setzlinge gesetzt werden, ebenfalls lange zu Verfügung steht. Im Prinzip soll man wieder Eins mit der Natur werden und sich auf das Geben und Nehmen mit Mutter Natur neu einlassen.

Nachhaltigkeit & gesellschaftlicher Nutzen

Die Wohnhausanlage soll sich bestmöglich, durch die begrünten Flächen, in die Natur einfügen und an einer Verbesserung der Luft sowie einer Klimaregulierung beitragen. Ein weiterer positiver Aspekt wäre, dass keine Schadstoffe ausgestoßen werden, da man auf Sonnenenergie und Wärmepumpen setzt und eventuell entstehende Spitzen mit Strom abdeckt. Dadurch verhindert man eine Erderwärmung und nutzt langfristig die Vorteile von Mutter Natur.

Da größtenteils regionale Produkte sowie Produkte, die nachhaltig erzeugt wurden, eingesetzt werden, reduziert man den Schadstoffausstoß beim Erzeugen und Transportieren der Materialien. Auf Dauer gesehen hat man ein flexibles Gebäude, welches ohne große Bedenken auch abgebrochen werden kann und die Materialien einen neuen Verwendungszweck finden. So erspart man sich in weiterer Folge auch die Erzeugung neuer Baustoffe, da man die alten Baustoffe lediglich aufbereiten muss, um sie wieder zu verwenden.

Veränderungspotential (Game Changer)

Ich glaube, dass durch dieses Umdenken ein großer Schritt zur Eindämmung der Erderwärmung getan wird, da langfristig nicht nur mehr Grünflächen entstehen, sondern auch Produkte wie XPS, also eigentlich umweltschädliche Stoffe, ihren Status als gutes Bauprodukt verlieren und man sich überlegt, nicht doch etwas mehr Geld für weitaus bessere Alternativen zu zahlen, die im Vergleich wesentlich umweltfreundlicher und nicht so hoch in der Nachfrage sind. Daher hoffe ich, dass das Projekt zu den Vorreitern der Energiewende gehört und eine Wende in der Baubranche bringt. Wohlgemerkt auch eine Wende in Sachen Integration und Nächstenliebe, da man andere Kulturen schätzen und diese auch anerkennen sollte.

Man kann zwar nicht alle Asylanten und Migranten aufnehmen und sie schon gar nicht auf soziale Kompetenz prüfen, aber was man machen kann, ist, sie bestmöglich in ein funktionierendes System zu integrieren und mit ihnen zu leben. In hoffe, dass durch mein Projekt Verbundenheit entsteht.

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Vanessa Mair, B.A.
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