Dr. Gnan wurde 1964 in Wien geboren. Er promovierte im Jahr 1989 an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seine berufliche Laufbahn begann er im Jahr 1987 als Investmentfondsmanager bei der Genossenschaftlichen Zentralbank, Wien. 1988 wechselte er als Ökonom in die Volkswirtschaftliche Abteilung der Oesterreichischen Nationalbank. 1992 übersiedelte er für drei Jahre zur Europäischen Kommission nach Brüssel, wo er in der Generaldirektion für Wirtschaft und Finanzen, DG ECFIN, an der Sekundärgesetzgebung für die Wirtschafts- und Währungsunion mitarbeitete. Von 1994 bis 1997 wirkte er beim Europäischen Währungsinstitut, dem Vorläufer der Europäischen Zentralbank, in Frankfurt an der Entwicklung der Wechselkurspolitik und des Devisenreservenmanagements der EZB mit. 1998 kehrte Dr. Gnan als stellvertretender Abteilungsleiter der Auslandsanalyseabteilung der OeNB nach Wien zurück. Seit 1999 ist er Abteilungsleiter für volkswirtschaftliche Analysen in der OeNB. 2006 wurde er zum Direktionsrat ernannt.
Dr. Gnan ist langjähriges Mitglied des Ausschusses für Geldpolitik der EZB sowie Experte des Staatsschuldenausschusses. Seit 2010 ist Dr. Gnan stellvertretendes Mitglied der österreichischen Wettbewerbskommission. Des Weiteren ist Dr. Gnan seit 2006 Generalsekretär von SUERF – The European Money and Finance Forum. Dr. Gnan hat im Lauf der letzten 20 Jahre zahlreiche Vorträge und Lehrveranstaltungen zu makroökonomischen Themen sowie zu Fragen der Währungsunion und Europäischen Integration gehalten. Er war Professor der Webster University Vienna, Vortragender bei der Deutschen Vereinigung für Finanzanalysten, ist seit 2005 Professor an der Sommerhochschule der Universität Wien und seit 2007 Vortragender an der Akademie der Wirtschaftstreuhänder. Seine zahlreichen Publikationen behandeln Fragen der Geldpolitik, Inflation, Globalisierung, des Wirtschaftswachstums, wirtschaftlicher, institutioneller und rechtlicher Fragen der WWU und von Zentralbanken, der Wechselkurspolitik des Bank- und Finanzwesens sowie des Europäischen und internationalen Währungssystems.