Lutz Jäncke versteht es, wissenschaftliche Erkenntnisse der Hirnforschung auf anregende und verständlicher Art und Weise einem breiten Publikum darzulegen. 2007 erhielt er den „Credit Swiss Teaching Award for Best Teaching“ der Universität. Ähnliche Lehrpreise erhielt er von den Studierenden an der ETH (Goldene Eule 2006 und 2008). Jäncke studierte in Bochum, Braunschweig und Düsseldorf Biologie, Psychologie und Hirnforschung und promovierte 1989. Nach seiner Habilitation 1995 über „anatomische und funktionelle Hirnasymmetrien“ führte er seine Forschungsarbeiten am Beth Israel Hospital der Harvard Medical School weiter. Gleichzeitig war er als Senior-Researcher im Kernforschungszentrum Jülich tätig. 1997 erhielt er einen Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seit 2002 ist er Professor für Neuropsychologie an der Universität Zürich. Lutz Jäncke arbeitet im Bereich der funktionellen Neuroanatomie und hier insbesondere im Bereich der kortikalen Plastizität im Zusammenhang mit dem Lernen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Forschung ist die Erforschung der neuronalen Grundlagen der Musikverarbeitung oder der Hirnleistung im Alter. 2009 hat Jäncke zusammen mit dem Gerontologen Mike Martin an der Universität Zürich ein Forschungszentrum gegründet, das sich dem Potenzial und der Plastizität des alternden Gehirns widmet. Das «International Normal Aging and Plasticity Imaging Center» wird von der Velux-Stiftung mit über 2 Millionen Franken unterstützt. Jäncke ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher und Buchkapitel. Sein neustes Buch „Ist unser Hirn vernünftig?“ (2016) stösst auf grosse Beachtung. Jäncke hat mehr als 350 wissenschaftliche Arbeiten und mehrere Bücher publiziert. Er ist einer der besonders häufig zitierten Wissenschaftler weltweit.