Rückblick Forum Food & Nutrition

26. – 27. September 2017, Mauerbach bei Wien

Zum zweiten Mal ging heuer das Forum „Food & Nutrition“ über die Bühne. Als Keynote Speaker kam der Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Ulrich Nöhle auf die globalen Herausforderungen in der Lebensmittelkriminalität zu sprechen. Eines wurde hier deutlich aufgezeigt: Der Betrug bzw. die Verfälschung von Lebensmitteln ist kein neues Phänomen, sondern schon so alt wie die Menschheit selbst. Maßnahmen und Lösungsansätze um diesen Betrügern entgegenzuwirken, müssten laut Prof. Dr. Nöhle schnellstmöglich geschaffen werden, indem EU-koordinierte Kontrollprogramme ausgebaut und ein Frühwarnsystem entwickelt wird. 

Bevor sich die Teilnehmer in die fachspezifischen Konferenzen aufteilten, wurden allerdings noch die ganz großen Fragen diskutiert: Wie gehen die Österreicher mit Nahrung um und wie viel Eigenverantwortung darf man voraussetzen? Die Diskutanten waren sich einig: breitflächige Aufklärung bereits im Schulalter ist unabdingbar.

Diskussion zum Umgang der Österreicher mit Nahrung

Dr. Michael Blass (AMA), Gertraud Grabmann ( BIO AUSTRIA), Dr.in Victoria Heinrich (FH Campus Wien), Dr.in Sigrid Pilz (Wr. Patientenanwältin) und Mag. Ursula Riegler (McDonald's Österreich)diskutierten lebhaft.

Prof. Dr. Ulrich Nöhle

Prof. Dr. Ulrich Nöhle, Staatl. Geprüfter Lebensmittelchemiker. Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Lebensmittelsicherheit, -hygiene und -chemie. Honorarprofessor Qualitätsmanagement TU Braunschweig.

Ing. Heinz Waltenberger

Ing. Heinz Waltenberger, Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Gesundheit und Soziales

Teilnehmer beim Forum Food & Nutrition

Blick ins Plenum beim Forum Food & Nutrition

Im Kampf gegen Food Fraud

Bei der Fachkonferenz „Im Kampf gegen Food Fraud“ wurde die Thematik rund um die Verfälschung von Lebensmitteln und Irreführung der Konsumenten weiter eingehend beleuchtet. Herr Ing. Heinz Waltenberger vom Amt der Oö. Landesregierung erläuterte, wie die Risiken von Lebensmittelverfälschungen minimiert werden können. Das gesamte Auditorium war sich am Ende des Tages einig, dass ein 100% Schutz im Lebensmittelbereich nicht möglich sei, jedoch ein hohes Qualitätsmanagement als Grundvoraussetzung gefordert werden muss.

Am zweiten Konferenztag wurde der Schwerpunkt auf die Verpackung von Lebensmitteln gelegt. Gemeinsam mit dem Publikum der Fachkonferenz „FoodPack“ wurden die neuesten Technologien und Produktmöglichkeiten angesprochen. Diskussion löste in diesem Bereich vor allem das Thema rund um die Kontamination durch MOSH-/MOAH in Verpackungsmaterialien aus.

FoodPack

Bei der Fachkonferenz „FoodPack“ gab es zuerst ein Update zum Circular Economy Package/Kreislaufwirtschaftspaket der EU. Nachhaltige und innovative Lebensmittelverpackungen standen danach im Mittelpunkt: Sowohl neue Materialien und Zusammensetzungen wurden heiß diskutiert als auch Möglichkeiten zur Verlängerung der Lebensmittelhaltbarkeit durch Verpackungslösungen sowie die sichere Kühlkette.

Gemeinschaftsverpflegung

In der Konferenz „Gemeinschaftsverpflegung“ führte der Food Scout und Start-up-Gründer Andrew Fordyce durch den ersten Konferenztag, der von Ernährungstrends und deren Auswirkungen auf die Gemeinschaftsverpflegung geprägt war. Außerdem wurden technische Entwicklungen rund um die Zubereitung und Ausgabe von Speisen sowie die richtige Planung und Dimensionierung einer Großküche intensiv diskutiert.

Am zweiten Konferenztag wurden unterschiedlichen Lebenswelten unter die Lupe genommen: Welche Auswirkungen haben die besonderen Anforderungen an bestimmte Altersgruppen und religiöse Speisevorschriften auf die Praxis in der GV? Der Nachmittag widmete sich der Digitalisierung, der Qualitätssicherung und Hygiene sowie der Gemeinschaftsgastronomie als attraktiver Ausbildungsplatz.
 

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