Rückblick Forum Spital 2019

24. – 25. September 2019, Schlosspark Mauerbach bei Wien
 

Das Forum Spital 2019 startete mit einem spannenden Vortrag von Axel Liebetrau, der als Futurist und Innovationsexperte den Blick auf neue Technologien im Gesundheitswesen lenkte und argumentierte, dass Digitalisierung und Technologien wie Blockchain das Gesundheitswesen in Zukunft maßgeblich beeinflussen werden und es "das Wichtigste ist, diese Technologien human, bezahlbar und easy-to-use zu machen".

Die Teilnehmer des Forum SPITAL

Die Teilnehmer des Forum SPITAL verfolgten angeregt die Vorträge.

Es folgte ein Beitrag von Ao.Univ.Prof. Dr. August Österle (Wirtschaftsuniversität Wien), der die grenzüberschreitende Nutzung von Gesundheitsleistungen adressierte und mit den Mythen des Patiententourismus aufräumte, da wir "von einer enormen Wachstumsrate des Medizintourismusmarktes weit entfernt sind". Damit leitete er die angeregte Diskussion zum Für und Wider des Patiententourismus ein, in der Mag. Florian Bachner (Gesundheit Österreich GmbH), KR Mag. Julian M. Hadschieff (PremiQaMed Holding GmbH), Ao.Univ.Prof. Dr. August Österle und Dr. Sigrid Pilz (Patientinnen- und Patientenanwaltschaft) ihre Meinungen austauschten. Klar wurde: Kooperation ist angesagt, um eine effiziente Finanzierungsstrategie in Österreich aufzustellen.

Axel Liebetrau

Axel Liebetrau, Futurist und Innovationsexperte, gab Einblick in neue Technologien im Gesundheitswesen

Die Diskutanten Bachner, Pinz, Hadschieff und Österle.

Mag. Florian Bachner (Gesundheit Österreich GmbH), Dr. Sigrid Pilz (Patientinnen- und Patientenanwaltschaft), KR Mag. Julian M. Hadschieff (PremiQaMed Holding GmbH) und Ao.Univ.Prof. Dr. August Österle diskutierten angeregt die Thematik des Patiententourismus.

Zur Sozialversicherungsorganisation ab 2020 nahm einerseits Dr. Martin Gleitsmann (WKO) Stellung und unterstrich seinen Standpunkt damit, dass dies "eine Organisationsreform ist und keine Gesundheitsreform". Auf der anderen Seite argumentierte Andreas Huss, MBA (Österreichische Gesundheitskasse), der "die Lösung des Problems im österreichischen Gesundheitswesen bei den Schnittstellen" sieht und auf die Dringlichkeit "eines gemeinsamen Medikamententopfes für das Spital und den niedergelassenen Bereich" verweist.

Zerrissene Strukturen, Machtkämpfe, Pflege- und Ärztenotstand – diese Themen wurden bei der Abschlussdiskussion des Plenums von Prok. Mag. Manfred Ferch (KABEG), Dr. Harald Mayer (Österreichische Ärztekammer), Dr. Josef Probst (Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger) und Ass. Jur. Holger Wagner (AUVA) thematisiert. Fazit dabei war: Es gibt viele komplexe Probleme, die es anzugehen gilt, um das Gesundheitssystem zukünftig sinnvoll zu gestalten. Wie? Das ist die Frage aller Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort, aber viele Ideen, gibt. Einig sind sich alle, dass jeder Patient gesundheitlich dort versorgt werden soll, wo es am besten möglich ist, unabhängig von Wohn- und Arbeitsort. Die Herausforderung dabei ist es, die Kosten der Behandlung abzudecken. Und diese gilt es in Zukunft zu lösen.

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