Rückblick Forum Verkehr

11. – 13. Februar 2019, Arcotel Kaiserwasser, Wien

Das Forum Verkehr 2019 brachte zusammen, was zusammen gehört

Schienenverkehr und ÖPNV sowie mulltimodale Anwender; Hersteller, Anbieter und Nutzer; Graz und China; die aktuellsten Themen und relevantesten Sprecher mit über 100 Teilnehmern aus dem österreichischen Verkehrswesen.

12. Februar 2019, Wien. Es geht um Graz. Nicht nur Wien, auch Graz wächst und der öffentliche Verkehr hinkt diesem Wachstum ein wenig hinterher. Nicht nur deshalb wird in der steirischen Metropole laut über neue öffentliche Verkehrsträger nachgedacht. U-Bahnen oder Gondeln stehen da zur Diskussion aber auch multimodale Hubs an jeder Station.

Es gehen also klassische und moderne Ansätze Hand in Hand. Interessant dazu der Gedanke, dass 15.000 Taxis den ganzen Autoverkehr der Stadt bewältigen könnten, vorausgesetzt, die Privat-PKW verschwänden zur Gänze aus dem Stadtverkehr. Freilich: Taxis sind nicht unbedingt das Verkehrsmittel der Zukunft. Aber Carsharing z.B.? DI Dr. Kurt Fallast (Planum Fallast Tischler & Partner und STL, Inhaber IBV-FALLAST) dokumentierte die Überlegungen der Stadt zu Kosten-Nutzen und Zukunft des öffentlichen Verkehrs in der Mur-Metropole. 

Fallast

DI Dr. Kurt Fallast: "Ihr Auto kostet ca. 6000 Euro im Jahr. Dafür bekämen Sie ein unglaubliches Angebot von anderen Verkehrsträgern."

Oberzaucher

"Fehlentscheidungen, die darauf zurückzuführen sind, dass man die Wahrnehmung der Menschen nicht berücksichtigt können vermieden werden." Dr.in Elisabeth Oberzaucher

Von Mobilität, Verkehr, Nudging und dem menschlichen Verhalten

Neue Verkehrsnetze und –mittel zu bauen ist das Eine. Die Menschen dazu zu bringen, Sie dann auch zu benutzen, das Andere. Denn was bringt, das durchdachteste, neuste System, wenn die Menschen weiterhin das Auto als komfortabler wahrnehmen? Um Auslastung und Akzeptanz von Bahn, Bus, Sharing oder auch Gondeln entlang der Mur zu erreichen, sollte man sich mit Psychologie und menschlichen Verhalten beschäftigen. Denn am Ende müssen immer noch Menschen davon überzeugt werden, Angebote zu nutzen.

Menschliche Wahrnehmung ist aber nicht ganz so rational und objektiv wie ein Maßstab. Ein Meter kann sehr viel kürzer oder sehr viel länger erscheinen als er ist, Farben können eine große Rolle spielen und allzu oft schlägt das Bauchgefühl den Kopf. Wer also einen Weg sucht um Menschen zu überzeugen öffentliche oder alternative Mobilitätsformen zu nutzen, sucht nach Experten. Experten wie Ig-Nobelpreisträgerin Dr.in Elisabeth Oberzaucher die spannende Einblicke in die Verhaltensweisen von Menschen im Verkehr lieferte. 

Was hat nun China mit Graz und Verhaltensforschung zu tun? Nun, zum einen zeigen auch Chinesen gelegentlich menschliches Verhalten, zum anderen liegt Peking exakt 7586km Luftlinie von Graz entfernt. Und: Durch die neue Seidenstrasseninitiative kann man diese Distanz auch per Bahn zurücklegen. Zunächst liegt der Fokus auf dem Güterverkehr zwischen den beiden alten Welten.

Thomas Kargl (Mitglied des Vorstandes, Rail Cargo Austria AG) ist überzeugt von der wachsenden Bedeutung des schienengebundenen Güterverkehrs als Ergänzung zur Schiff- und Luftfahrt. Die Wachstumszahlen auf dieser Route sind schon jetzt beeindruckend und die Erwartungshaltung ist groß. 

Alle drei angesprochenen KeyNotes wurden im Verlauf der beiden Konferenztage in den folgenden Fachprogrammen zu PSO&ÖPNV, Schieneninfrastruktur und Bahnwesen sowie multimodale Modalität immer wieder aufgegriffen. Große Themen die am 12. und 13. Februar im Arcotel-Kaiserwasser  Wien angegangen wurden. Und das Ende der Entwicklung ist lange noch nicht in Sicht.

Kargl

Die Impulse der neuen Seidenstrasse nutzen möchte Thomas Kargl (Mitglied des Vorstandes, Rail Cargo Austria AG)

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