Rückblick WoMoQ (Wohnbau Modulbau Quartiersentwicklung)

Fotos: Martin Jordan

25. – 26. Juni 2019, Hilton Garden Inn, Wien
 

Von 25. bis 26. Juni 2019 ging das Forum WoMoQ (Wohnbau-Modulbau-Quartiersentwicklung) im Hilton Garden Inn in Wien wieder erfolgreich über die Bühne. Ein starker Fokus wurde dieses Jahr auf Nachhaltigkeit und Verringerung der CO2-Werte gelegt. Unterschiedliche Konzepte dafür wurden von den hochkarätigen internationalen Referenten aus der Schweiz, Deutschland und Tschechien vorgetragen. Alternative Bau- und Dämmstoffe und die Nützlichkeit von Holz rückten in den Vordergrund.

Eröffnet wurde das gemeinsame Plenum der beiden Fachkonferenzen Modulbau und Wohnbau durch den Vorsitzenden FH-Doz. Dr. Wolfgang Amann (Geschäftsführer, IIBW – Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen GmbH)

Wo stehen wir beim Klimaschutz und was hat das damit zu tun, wie wir in Zukunft Häuser bauen?“, war die Eingangsfrage und der Hauptfokus, den Johannes Wahlmüller, M.Sc. (Global 2000) in seinem Vortrag legte. Die Bau- und die Immobilienwirtschaft trägt einen wichtigen und wesentlichen Beitrag zum Klimawandel bei.

Es gilt Effizienzsteigerung im Gebäudebereich und mehr Plus-Energiehäuser zu bauen, um eine deutliche Senkung des Energieverbrauchs zu erzielen. Der Umstieg auf erneuerbare Energie gilt als Schlüsselbereich im Gebäudebau. Wenn dieser Umstieg gelingt, kann eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 37% erreicht werden.

Gemeinsames Plenum der WoMoQ

Gemeinsames Plenum der WoMoQ

FH-Doz. Dr. Wolfgang Amann, Geschäftsführer, IIBW – Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen GmbH

FH-Doz. Dr. Wolfgang Amann (Geschäftsführer, IIBW – Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen GmbH)

Johannes Wahlmüller, M.Sc., Global 2000

Johannes Wahlmüller, M.Sc. (Global 2000)

Die Bau- und die Immobilienwirtschaft trägt einen wichtigen und wesentlichen Beitrag zum Klimawandel bei.

Herausforderungen, die es zu meistern gilt:

  1. Sanierungsraten sind derzeit zu gering und liegen zur Zeit bei 0,4%. Hier herrscht Handlungsbedarf
  2. Tauschen von alten Heizsystemen (Öl, Gasthermen & Co)
  3. Bewusstsein schärfen

Wünschenswerte politische Rahmenbedingungen:

  1. Erste verpflichtende Elemente, die den ökologischen Bedingungen entsprechen
  2. Öko-soziale Steuerreform
  3. Klimafreundliche Heizsysteme und Energieraumpläne einführen

Nach dem Eröffnungsvortrag wurde ein Pitch zu innovativen Baumaterialien gehalten.

DI Helmut Schöberl, Schöberl & Pöll GmbH

DI Helmut Schöberl (Schöberl & Pöll GmbH) stellt zahlreiche Best Practice Beispiele des Plus-Energie Hauses vor. Er stellt fest, dass Baustoffe und Regionalität kein Widerspruch darstellt.

Florian Kraus, CEO, Greenpass GmbH

Florian Kraus (CEO, Greenpass GmbH) – klarer Fokus auf Nature Based Solutions. Gebäudebegrünung als Tool um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Er zeigt Maßnahmen auf, wie im dicht bebauten urbanen Raum CO2-Emissionswerte reduziert werden können.

Architekt Dipl. Ing. Peter Schubert [RIBA]

Architekt Dipl. Ing. Peter Schubert [RIBA]: Sein Ziel, um den CO2-Abdruck zu vermindern, ist der Einsatz von alternativen klimaschonenden Baustoffen wie Holz, Stroh und Lehm. Bis zu 6-geschossigen Strohmassivholzbauten lassen sich bereits mit diesen Baustoffen umsetzen und realisieren.

Engelbert Wiedmann, Technische Leitung, Projektberater, Capatect Baustoffindustrie GmbH

Engelbert Wiedmann (Technische Leitung, Projektberater, Capatect Baustoffindustrie GmbH) – Hanf als Alleskönner. Einsetzbar auf allen Stufen. Sei es für das Raumklima, den Schallschutz, für Innen- und Außenwände oder als Dämmung sowie zur Speicherung von Energie von Kälte und Wärme. 

Mag. Peter Höflechner, MRICS, Bewertungsexperte, Immobiliensachverständiger

Mag. Peter Höflechner, MRICS (Bewertungsexperte, Immobiliensachverständiger) gab in seinem Vortrag einen Einblick, auf welche Entwicklung der Wohnungsmarkt in den nächsten Jahren zusteuert und wie leistbares Wohnen umgesetzt werden kann.

Dies wurde dann im Anschluss in der Diskussion: „Ist das Zeitalter des leistbaren Wohnraums vorbei?“ weiter erläutert.

  • Leistbares Wohnen als architektonische Herausforderung – Wer ist dafür zuständig?
  • Verhindert der Kostendruck quartiersorientierte Planung?
  • Der Modulbau als Lösungsansatz für nachhaltiges, verkürztes und kostensicheres Bauen?
  • Qualität vs. leistbares Wohnen – Bedingt leistbares Wohnen die Minderung der Lebensqualität?
  • Blockieren Regulatorien kostengünstiges Wohnen?

Diskussionsteilnehmer: Mag. Michael Buchmeier, MRICS, Allg. beeideter und gericht. Zert. Sachverständiger, Geschäftsführer ÖRAG | DI (FH) Silvia Hofer, Gruppenleiterin Liegenschaftsmanagement & Projektentwicklung, wohnfonds_wien, Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung | Mag. Helga Mayer, Geschäftsführerin, immo 360 grad GmbH & Leiterin der Abteilungen Vertrieb sowie Marketing & PR ÖSW AG | Dipl. Ing. Andreas Meinhold, Oberstadtbaurat Magistratsdirektion Geschäftsbereich Bauten und Technik | Georg Niedermühlbichler, Präsident der Mietervereinigung Österreichs (MVÖ) | LAbg. Mag. (FH) Alexander Paul Pawkowicz, Bautensprecher im Wiener Landtag und Gemeinderat; selbstständiger Immobilientreuhänder Pawkowicz Immobilientreuhand e.U

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