Digital Farming

Digital Farming

26.09.2018 - 27.09.2018

Digital Farming

IKT – Industrie – Agrar:
Vernetzung landwirtschaftlicher Prozesse

  • Von „Internet of Things – IoT“ zu „Agriculture of Things-AoT“
  • Nutzung intelligenter Sensortechnik im Bereich Digital Farming
  • Schnittstellen und Kooperationen: Digitalisierung als Verknüpfung verschiedener Prozesse und Aktuere
  • Feldroboter und Drohnen – Einsatzsatzbedarf und Datenschutzrechtliche Grundlagen auf dem Prüfstand
  • Realitätscheck: Vorreiter im Bereich Big Data & Data Analytik. Wer verfügt über die Datenhoheit?
  • Interoperabilität als richtungsweisendes Kriterium im digitalen Zeitalter
  • Österreichische Frequenzvergabe – Die Basis der digitalen Infrastruktur (5G)
Programm

Grußworte

Als Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus ist es meine Aufgabe sicherzustellen, dass unser Land optimal auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist. Digitalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle.

Gut durchdacht und richtig eingesetzt, ist die zunehmende Vernetzung von Systemen auch für die Landwirtschaft von großem Vorteil. Innovative Ansätze können helfen, Ressourcen effizienter und umweltschonender einzusetzen. Die zentrale Herausforderung ist es sicherzustellen, dass auch klein- und mittelgroße landwirtschaftliche Betriebe die Chancen der Digitalisierung nutzen können.

Wichtig ist, dass die Kosten und der betriebswirtschaftliche Nutzen digitaler Anwendungen vorab klar dargestellt werden. Unsere Landwirtinnen und Landwirten sollen selbst entscheiden können, ob die Umstellung auf bestimmte Technologien für ihren Betrieb Sinn macht. Die beste Basis ist dabei die Aus- und Weiterbildung – digitale Kompetenzen als allgemeines Bildungsziel in den Lehrplänen der landwirtschaftlichen Schulen und Universitäten.

Für einen breiten Einsatz digitaler Landtechnik in Ländern wie Österreich sind auch die Möglichkeiten einer gemeinsamen Nutzung innovativer Technologien essentiell – zum Beispiel über Maschinenringe. Wissenschaft, Beratung und Wirtschaft haben grundsätzlich die Aufgabe, einfache und kostengünstige Anwendungssysteme wie Apps für kleine Betriebe zur Verfügung zu stellen. Öffentliche Daten, die für den gesamten Sektor nützlich sind – etwa zu Wetter, Boden, Geodaten, Infrastruktur – sollten kostenfrei verfügbar gemacht werden.

Wir müssen uns sowohl der Chancen als auch der Risiken neuer Technologien bewusst sein und den rasanten Fortschritt in die richtigen Bahnen lenken. Dann hilft uns die Digitalisierung, Österreichs Regionen attraktiv zu gestalten und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.



Elisabeth Köstinger

Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus

 

Mehr denn je prägen Digitalisierung und Internet unser tägliches Privat- und Berufsleben. Auch in der Landwirtschaft wäre ein Arbeiten ohne elektronische Steuerungen, Computer und Internet kaum mehr vorstellbar. Mechanisierung, Elektronik und Automatisierung haben eine massive Effizienzsteigerung gebracht. Maschinen sind vernetzt und liefern Daten in die Cloud, erste Robotersysteme wurden vorgestellt.

Während die technische Entwicklung in Riesenschritten vorwärts geht, sieht die landwirtschaftliche Praxis jedoch in vielen Fällen anders aus: umständliche Arbeitsdokumentation, Software-Insellösungen, Inkompatibilität und auch eine aufkommende Datenflut führen eher zu Mehrarbeit und Frust als zu einem zusätzlichen Nutzen.

Die Digitalisierung bietet aber viele Chancen, die gezielt genutzt werden müssen, um Prozesse zu optimieren und das Management zu unterstützen. In der Landwirtschaft 4.0 müssen Daten vernetzt und zu Informationen verarbeitet werden, um damit eine präzise und nachhaltige Bewirtschaftung ermöglichen. Dazu ist die Entwicklung neuer Technologien notwendig.

Mit diesem Hintergrund wurde die neue Konferenz „Digital Farming“ entwickelt, um Industrie, Verwaltung und Behörden eine kompetente Plattform für die Landwirtschaft der Zukunft zu bieten. Nutzen Sie die Gelegenheit zur Information über aktuelle Entwicklungen und Zukunftstrends sowie zur Vernetzung mit der Fachbranche.


Heinrich Prankl

HBLFA Francisco Josephinum,
BLT Wieselburg

 

 

1. Konferenztag | 09:00 – 16:50 Uhr

08:30 Herzlich willkommen bei Kaffee, Tee & kleinem Frühstück


09:00 Eröffnung und Begrüßung durch imh und den Vorsitzenden


09:10 Wie die Bundesregierung Digital Farming vorantreibt – Digitalisierungsstrategien bis 2020

  • Anwendungen und Umsetzungen von Internet der Dinge im Agrarsektor
  • Landwirtschaft 4.0 – Was ist schon Fakt, was noch Fiktion?
  • Hindernisse auf dem Weg: Datenschutz und Lücken im Breitbandausbau im ländlichen Raum
  • Standards – Regularien – Förderungen: Welche Bestrebungen gibt es aus Sicht der Behörden?
  • Fehlende Wirtschaftlichkeit in den Betrieben als Investitionsbremse?


09:30 Einheitlicher Smart Farming Standard per se – Insellösungen ade!

  • Gezielte Nutzung von Standards unter Berücksichtigung bestehender Standards
  • ISOBUS als intelligente Maschinensteuerung am Feld und die elektronische Vernetzung von Arbeitsmaschinen
  • Welche Standards werden weiter angedacht?
  • Autonomes Fahren, IoT und Big Data – Lässt sich im Agrarbereich ein einheitlicher Standard festlegen?


09:50 Tablet App zur Steuerung sicherheitskritischer Funktionen auf Landmaschinen

  • Umsetzung eines ISO Universal Terminal (ISO UT) zur Steuerung beliebiger Anbaugeräte gemäß ISO 11783 Norm (ISOBUS)
  • Realisierung eines Sicherheitskonzeptes gemäß ISO 25119 in einer zusätzlichen ECU zur Absicherung der Kommunikation zwischen Fahrzeugbus und Tablet
  • Umsetzung sicherheitskritischer Bedienfunktionen auf einem iPad


10:20 Kaffeepause


10:40 Forschungslandschaft Österreich: Wie wird der Bauer auf die Landwirt 4.0 vorbereitet?

  • Veränderung der Ausbildung und Qualifikation
  • Vom Landwirten zum Datenanalysten?
  • Mechatronik als Schwerpunkt in der Landwirtschaft 4.0!?


11:00 Der „Innovation Loop“: Aufspüren von Trends & Innovationen im Agrarsektor

  • Die Schnittstelle zwischen Startups und großen Playern
  • Was können innovative und benutzerfreundliche Startups im Bereich Digital Farming leisten?
  • Wie bekommt man die neusten Technologien nach Europa?


11:20 Diskussion: Digitale Transformation in der Agrarwirtschaft – Was braucht der Landwirt wirklich?

  • IoT, Geo-Positionierungssysteme, Cloud, Drohnen u.v.m. – Was verbinden Klein- und Mittelbetriebe mit der Digitalisierung?
  • Wie weit ist Smart Farming schon in Österreich vorgedrungen?
  • Chancen & Risiken in der digitalen Landwirtschaft
  • Agrarforschung – Wie gut ist Österreich im europäischen Vergleich aufgestellt?
  • Welche Lösungen sollten Hersteller anbieten um den Weg in Richtung Smart Farming zu ebnen?


12:00 Mittagspause


13:15 Flächendeckender Ausbau der Digitalisierung durch den Mobilfunkstandard 5G

  • Wie weit ist die Mobilfunkbranche im Bereich 5G?
  • Wann wird der Netzrollout 5G forciert und warum ist es sinnvoll?
  • Wie gelingt eine flächendeckende Netzabdeckung?
  • Maschinenkommunikation als
  • Anforderungen an 5G – kurze Reaktionszeiten des Netzes und schnelle Übertragungsraten
  • Vorstellung des 5G Zentral Core Networks in Wien


13:45 Big Data Analytics: Lokale Datensilos aufbrechen

  • Was steckt wirklich hinter „Big Data“ und „Data Analytics“?
  • Wertschöpfung durch Big Data in durch Änderungen in der Prozessgestaltung
  • Richtige Balance zwischen organisatorischer Flexibilität und Standardisierung als größter Herausforderung im Bereich Big Data
  • Best Practice: Erfahrungen von einem Industriebetrieb im Umgang mit Big Data


Sensor Technologie im Fokus

14:15 Bodensensor mittels elektromagnetischer Induktion, Bodenradar & Gamma Strahlenspektroskopie

  • Echtzeit Anwendung durch Messung von Spannungen in der Bodenstruktur
  • Bodenanalyse (Wasser- und Nährstoffgehalt, Stresssituationen oder voraussichtliche Erträge)
  • Zonierung über Geländerelief
  • Datenweitergabe in Echtzeit von Traktor an Anbaugeräte
  • Gezielter Dünge- und Pflanzenschutzmittel Ausbringung – hoher Erträge bei niedrigem Einsatz


14:45 Kaffeepause


15:15 GNSS-Systeme zur höchst genauen Positionierung von Agrarmaschinen

  • Die Spur-zu-Spur Genauigkeit mittels RTK (Real Time Kinematic)
  • GPS, GLONASS, bald schon GALILEO – Satellitengestützte Präzisionsmöglichkeiten für unterschiedliche Anwendungen
  • Kameralösungen automatisieren Arbeitsprozesse
  • Weiterentwicklung und zukünftige Möglichkeiten


Datenmanagementsysteme – Wie gelingt der Durchbruch?

15:45 Achtung Wolkenbruch! – Wie sicher ist die Cloud?

  • Datenschutz
  • Patriot Act und Wirtschaftsspionage – wie real ist die Gefahr?
  • Datenhoheit – Wo sind meine Daten?
  • Wie behalte ich die Datenübersicht? Tools für mehr Datentransparenz
  • Backups in der Cloud

Die Security-Verantwortung des Leiter IT

  • Management von Zugriffsrechten
  • Authentifizierung von User und Device
  • Erstellung von Security-Protokollen und Authentifizierungs-Richtlinien


16:15 Einsatzbereich von TELEMATICS in der Agrarwirtschaft

  • Mobile Nutzung mittels Apps
  • Höherer Kundennutzen durch einfachere Bedienung
  • Funktionsweise und Komponenten eines Telematik Systems?
  • Alle Maschinen im Blick – Optimierung der Feldlogistik

16:50 Ende des ersten Konferenztages & anschließendes Get-together Knüpfen Sie an die Themen des ersten Konferenztages an, treffen Sie Kollegen und Geschäftspartner und nutzen Sie die Zeit für tiefergehende Gespräche in lockerer Atmosphäre.

2. Konferenztag | 09:00 – 16:00 Uhr

08:30 Herzlich willkommen bei Kaffee, Tee & kleinem Frühstück


09:00 Begrüßung durch imh und den Vorsitzenden


09:05 Der Kampf gegen Schädlinge: Drohnen in friedlicher Mission

  • Drohnen in der Landwirtschaft – warum?
  • Integration in Farmmanagement Systeme
    • Beschreibung unterschiedlicher Systeme
    • Analyse des Zusammenhangs zwischen Ertrag und Düngereintrag
  • Zielgenaue Behandlung von Schädlingen und Spezialanwendungen anhand von ausgewählten Beispielen


09:30 FutureFarm: Der Einsatz von Feldrobotern

  • Gezielte Aussaat mit Schwarm-Technologie
  • Die Vorteile eines Feldroboters
  • Schonende Unkrautbeseitigung durch mechanische Vernichtung
  • Laserscanner, Kameras und Sensoren zur Bewegungserfassung: Wo sind wir 2025 in der Landwirtschaft?


10:00 Agcommand – Telemetriesystem zur Datenerfassung und Datenübertragung

  • Wie können Maschinendaten effizient und sinnvoll ausgewertet werden?
  • Flottenmanagement
    • Fahrzeugposition orten
    • Fahrzeugüberwachung
    • Fahrzeugaktivität
    • Service & Wartung
  • Datenaufzeichnung
  • Automatisierter Datentransfer


10:30 Kaffeepause


11:00 Von IoT zu AoT (The Agriculture of Things)

  • AoT und wie autonome Fahrzeug funktionieren
  • BIG Data vs. Smart Data
  • Vom Landwirt zum Datenwirt der Zukunft?!
  • Die rechtlichen Herausforderungen bei der Aufzeichnung von Daten
  • Daten(schutz)rechtliche Probleme


11:30 Autonomes Fahren – Was braucht es dafür?

  • Unbemanntes Arbeiten am Feld durch Generierung von 3D Applikationen der Umgebung
  • Kamerabasierte Ankoppelfunktion durch Erkennung von Mustertafeln am Anhänger
  • Automatisches Stoppen eines Traktors bei Detektion eines Fußgängers in kritischem Bereich


12:00 Mittagspause

13:15 Rechtliche Herausforderungen und Perspektiven im Bereich Digital Farming

Drohnen als Datenmaterial Lieferant

  • Rechtliche Probleme durch unbemannten Luftfahrzeuge
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen und Bewilligungen

Einsatz autonomer Traktoren und deren rechtlichen Auflagen

  • Straßenverkehrsrechtliche Anforderungen der StVO und des KFG
  • Regelung von Zu- Abfahrt
  • Schritte des BMVIT für eine gesetzliche Grundlage

Big Data & Datenschutz-Grundverordnung: Wem gehören die Daten?

  • Auswirkung der DSGVO auf den Agrarsektor
  • Wer hat das Recht auf die gesammelten Daten?
  • Was wird eigentlich an Daten generiert?
  • Lizenzen / Nutzungsgebühren?
    • Landwirt als Eigentümer – die Rechte behält sich der Konzern
  • Informations- und Dokumentationspflicht der Landwirte


15:30 Abschließende Kaffeepause


16:00 Voraussichtliches Ende der Konferenz

Veranstaltungsort

Schloss Weinzierl

Weinzierl 1
3250 Wieselburg
Teilnahmegebühr für "Digital Farming"

Die Teilnahmegebühr beträgt einschließlich Mittagessen und Getränken pro Person:

bis 15.06. bis 31.08. bis 26.09.
Teilnahmegebühr
€ 1.595.- € 1.695.- € 1.795.-
Sonderpreis für Vollerwerbsbauern
€ 395.- € 395.- € 395.-

Nutzen Sie unser attraktives Rabattsystem

  • bei 2 Anmeldungen erhält ein Teilnehmer : 10% Rabatt
  • bei 3 Anmeldungen erhält ein Teilnehmer : 20% Rabatt
  • bei 4 Anmeldungen erhält ein Teilnehmer : 30% Rabatt

Diese Gruppenrabatte sind nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.
Sämtliche Preise sind in EUR angegeben und verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Ihre Ansprechpartner
Stephanie Heinisch
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Customer Service
Tel: +43 1 891 59-0
Fax: +43 1 891 59-200
E-Mail: anmeldung@imh.at
Mag. Nina Hardaker
Mag. Nina Hardaker
Customer Relations Director
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