Vergaberecht in der Praxis

Vergaberecht in der Praxis

13.04.2026 - 15.04.2026
16.11.2026 - 18.11.2026

Vergaberecht in der Praxis

Kompaktes Know-how für die vergaberechtliche Praxis!

  • Aktuelle Updates zum BVergG 2026
  • Kompakte Strategien für rechtssichere Vergaben
  • Praxisfälle & Lösungswege aus erster Hand
  • Effiziente Verfahrensgestaltung Schritt für Schritt
  • Fachwissen führender Vergaberechtsexpert:innen

Ihr Plus
Vergabewissen kompakt, aktuell und praxisnah:
Mit konkreten Lösungsansätzen für Ihre tägliche Arbeit

IM GESPRÄCH MIT:
Alexandra Terzaki – Vergaberecht in der Praxis

Programm

1. Seminartag | 09:00 – 18:00 Uhr

MODUL 1: Spezielle Aspekte des Vergabeverfahrens

09:00 – 10:30 Uhr

Aktuelles aus dem Vergaberecht

  • Stand der BVergG-Novelle
  • Neues aus Europa (Drittstaatliche Subventionen, Ökodesign- VO und viele andere)
  • Ausblick: Informationsfreiheitsgesetz

Thomas Ziniel
Bundesverwaltungsgericht, WU Wien

 

MODUL 2: Vorbereitung des Vergabeverfahrens

11:00 – 15:30 Uhr (inkl. Mittagspause)

Wann unterliegt ein Auftraggeber dem Vergaberecht?

  • Wer ist Auftraggeber? Öffentliche oder private Auftraggeber
  • Begriff des öffentlichen Auftraggebers im klassischen Bereich
  • Was sind Aufgaben, die im Allgemeininteresse liegen?
  • Öffentliche Unternehmen, die im Wettbewerb stehen und die vergaberechtlichen Folgen
  • Sektorenauftraggeber: Wann handelt es sich um private und wann um öffentliche Sektorenauftraggeber?

Wann unterliegt ein Auftrag dem Vergaberecht?

  • Klassifizierung als Bauauftrag
  • Klassifizierung als Lieferauftrag
  • Klassifizierung als Dienstleistungsauftrag
  • Definitionen und Abgrenzungsfragen

Berechnung des Auftragswertes und Schwellenwerte

  • Geschätzter Auftragswert:
    • Die richtige Berechnungsmethode, je nach Auftragsart und ihren rechtlichen Folgen, anwenden
    • Verbotenes oder zulässiges Splitten des Auftrages?

Entscheidungsfindung für die Teilung des Auftrages: Zulässigkeit und Ausschluss

  • Gesamtvergabe / Teilvergabe / Lose

Alice Lea Nikolay-Ullreich
Universitätsassistentin, Wirtschaftsuniversität Wien
Stefan Ullreich
Leitender Prokuraturanwalt, Finanzprokuratur

 

Vergabeverfahren oder Vergabe ohne Ausschreibung

16:00 – 18:00 Uhr

Vergabe ohne Ausschreibung

  • Ausnahmetatbestände nach dem BVergG 2018 und 2026: Was darf rechtmäßig ohne Ausschreibung vergeben werden?
  • Direktvergabe und Verhandlungsverfahren ohne Bekanntmachung: Grenzen, Spielräume und Beispiele aus der Praxis

Inhouse Vergabe und öffentlich-öffentliche Partnerschaft

  • Unter welchen Voraussetzungen sind Inhouse-, Schwester oder Enkelvergaben weiterhin zulässig?
  • Bottom-up oder Top-down: Wie steuern öffentliche Auftraggeber ihre Beteiligungsstrukturen richtig?
  • Interkommunale Zusammenarbeit: Wann besteht Ausschreibungspflicht – und wann dürfen Leistungen gebündelt vergeben werden?

Alexandra Terzaki
Geschäftsführerin, TERZAKI & Partner GmbH

2. Seminartag | 09:00 – 17:30 Uhr

MODUL 3: Durchführung und Ablauf des Vergabeverfahrens

09:00 – 12:30 Uhr (inkl. Kaffeepause)

Die Wahl der richtigen Verfahrensart

  • Verfahrensarten & Verfahrenswahl

Ausschreibungsunterlagen

  • Konzeption und Erstellung der Unterlagen
  • Folgen von unzureichenden Leistungsbeschreibungen
  • Eignung und Eignungskriterien

Ablauf, Bekanntmachung und Veröffentlichung – analog und elektronisch

  • Projektgestaltung, Organisation und Fristen
  • Inhalte und Aufforderung zur Angebotsabgabe
  • Besondere Aspekte durch die verpflichtende e-Vergabe
  • Teilnahmeanträge, Nachweisanforderungen

Alexandra Terzaki
TERZAKI & Partner GmbH

 

MODUL 4: Umgang mit Angebotsmängel

13:30 – 17:30 Uhr (inkl. Kaffeepause)

Umgang mit Mängeln (Eignung, Angebot)

  • Maßgaben aus Ausschreibungsunterlagen und BVergG für die Beurteilung von Fehlern bzw. Mängeln
  • Mängel bei der Eignung: Nachweisprobleme, unvollständige Unterlagen, verspätete Nachreichungen
  • Mängel im Angebot: Preisangaben, Rechenfehler, technische Unklarheiten, Widersprüche

Aufklärungspflichten von Auftraggeber und Bieter

  • Zulässigkeit und Grenzen der Aufklärung – wann droht ein unzulässiges Nachverhandeln?
  • Verhandlungsverbot: Abgrenzung zwischen sachlicher Aufklärung und unzulässiger inhaltlicher Änderung
  • Umgang mit unzulässiger Aufklärung bzw. unzulässiger Verhandlung in der Praxis

Behebbarkeit von Mängeln

  • Rechtsrahmen und Grenzen der Behebbarkeit nach BVergG und Judikatur
  • Sanktionen bei unbehebbaren Mängeln – zwingender Ausschluss oder Ermessensspielraum?
  • Praktische Leitlinien: Dokumentationspflicht, Gleichbehandlungsgrundsatz, Transparenz

Vertiefte Angebotsprüfung – Methodik und Fallpraxis

  • Auslöser und Anwendungsfälle: Ungewöhnlich niedrige Preise, fehlende Kalkulationslogik, Widersprüche zwischen Preis und Leistung
  • Prüfungsinstrumente: Strukturierte Fachprüfung, Nachweisforderungen, Plausibilitätsanalyse
  • Rolle der Fachabteilung und des externen Prüfers: Abgrenzung zwischen technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Bewertung
  • Fristen, Kommunikation, Dokumentation: Rechtssichere Durchführung der vertieften Angebotsprüfung

Sonstiges / Diskussion aktueller Praxisfälle

  • Häufige Fehlerquellen in der Angebotsprüfung
  • Lessons Learned

Alexandra Terzaki
Geschäftsführerin, TERZAKI & Partner GmbH

3. Seminartag | 09:00 – 15:00 Uhr

MODUL 5: Dienstleistung, Konzession, Rechtsschutz

09:00 – 12:30 Uhr (inkl. Kaffeepause)

Dienstleistungsvergabe – Besonderheiten und Gestaltungsspielräume

  • Besondere Dienstleistungen im Sinne des BVergG: Abgrenzung zu klassischen Liefer- und Bauaufträgen
  • Wann liegt ein Dienstleistungsauftrag vor – und wann bereits eine Dienstleistungskonzession?
  • Vergabeverfahren und Verfahrensarten: spezifische Erleichterungen und Grenzen bei besonderen Dienstleistungen
  • Praktische Anwendungsfelder: Kultur-, Bildungs-, Beratungs-, Sozial- und sonstige personenbezogene Leistungen
  • Bewertungskriterien und Zuschlagsmodelle – wie qualitative Faktoren (z. B. soziale Wirkung, Nachhaltigkeit, Innovation) rechtssicher gewichtet werden können

Konzessionsvergabe

  • Was ändert sich mit der BVergG-Novelle 2026?
  • Abgrenzung Auftrag vs. Konzession: wirtschaftliches Risiko, Entgeltmodell, Vertragsgestaltung
  • Rechtliche Besonderheiten der Konzessionsvergabe – Transparenz, Gleichbehandlung, Laufzeit und Beendigungsgründe
  • Gestaltungsmöglichkeiten in der Praxis: Wie Konzessionen strategisch, wirtschaftlich und vergaberechtskonform genutzt werden können

Alexandra Terzaki
Geschäftsführerin, TERZAKI & Partner GmbH


13:30 – 15:00 Uhr

Aktuelle Judikatur

  • Berufung auf Unionsrecht durch Unternehmen aus Drittstaaten
  • Grenzen der Änderung einer Baukonzession nach Einsturz einer Brücke
  • Zuschlag dem billigsten Angebot, aber nicht dem Billigstbieter
  • Änderung der Zusammensetzung einer Bietergemeinschaft
  • Kontradiktorische Prüfung der Preisangemessenheit

Hubert Reisner
Richter, Bundesverwaltungsgericht

Speaker Board
Alice Lea Nikolay-Ullreich
Alice Lea Nikolay-Ullreich
Universitätsassistentin, Wirtschaftsuniversität Wien
Hubert Reisner
Hubert Reisner
Richter, Bundesverwaltungsgericht
Alexandra Terzaki
Alexandra Terzaki
Geschäftsführende Gesellschafterin / Geschäftsführerin, TERZAKI & Partner GmbH
Stefan Mathias Ullreich
Stefan Mathias Ullreich
Leitender Prokuraturanwalt, Finanzprokuratur
Thomas Ziniel
Thomas Ziniel
Bundesverwaltungsgericht, Wirtschaftsuniversität Wien
Ihr Nutzen
  • Führen Sie Vergabeverfahren effizient und sicher durch – Schutz vor kostspieligen Nachprüfungsverfahren
  • Sie kennen die aktuelle Rechtslage und deren Auswirkungen auf Ihre Praxis – Stichwort: BVergG Novelle
  • Profitieren Sie von dem profunden Vergaberechtswissen unserer Speaker

Dieses Seminar richtet sich an:

  • Leitende Funktionen und Mitarbeiter:innen der Vergabestellen aus Bund, Ländern und Kommunen
  • Leitende Funktionen und Mitarbeiter:innen der Vergabeabteilungen sowohl von auftraggebenden und auftragnehmenden Unternehmen
  • Alle, die sich in ihrer beruflichen Praxis mit dem Vergaberecht beschäftigen
Feedback aus den letzten Jahren

Qualität Vortragende, Organisation, Zeit für Austausch mit Vortragenden & den Teilnehmern – Wiener Zeitung Digitale Publikationen GmbH

Hohe Kompetenz der Vortragenden + Engagement bei Beantwortung der Fragen – Magistrat der Stadt Wien – MA 48

... kleiner Kreis, kompetente Vortragende, welchselnde Vortragende, Organisation, Ort – ÖBB-Holding AG

Veranstaltungsort

Austria Trend Hotel Savoyen

Rennweg 16
1030 Wien
Tel: +43 (1) 206 33 0
Fax: +43 (1) 206 33 9110
http://www.austria-trend.at/Hotel-Savoyen-Vienna
savoyen@austria-trend.at


Veranstaltungsort für den Termin 16.11.2026 - 18.11.2026 ist: Austria Trend Hotel Savoyen

Teilnahmegebühr für "Vergaberecht in der Praxis"

Die Teilnahmegebühr beträgt einschließlich Mittagessen und Getränken pro Person:

bis 20.03. bis 13.04.
Teilnahmegebühr
€ 1.995.- € 2.095.-

Sämtliche Preise sind in EUR angegeben und verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

 

Nutzen Sie unser attraktives Rabattsystem:

Bringen Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen mit!

10 % RABATT für die 2. Teilnahme
30 % RABATT für die 3. Teilnahme und alle weiteren

Rabatte sind nicht kombinierbar.

Kontakt
Aynur Yildirim
Aynur Yildirim
Leitung Customer Service & Datenbank
Tel: +43 1 891 59 0
E-Mail: anmeldung@imh.at
LinkedIn: Jetzt vernetzen!
Stephan Rudolf
Stephan Rudolf
Conference Director
Tel: +43 1 891 59 640
E-Mail: stephan.rudolf@imh.at
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