Aktuelle Pressemitteilung

Raus aus der Defensive: Unternehmen geben wieder deutlich mehr Geld für Weiterbildung aus. Trend zu „Online“ ist nachhaltig.

Wien, 04.04.2022

Eine aktuelle Studie der imh GmbH zeigt, dass österreichische Unternehmen nach den schwachen Jahren 2020 und 2021 heuer wieder deutlich mehr Zeit und Geld für berufliche Weiterbildung budgetieren. Auffällig: Insbesondere Führungskräfte gönnen sich vermehrt Präsenz-veranstaltungen – diese werden generell wieder bevorzugt und zeigen das stärkste Wachstum. Online-Weiterbildungen halten sich auf hohem Niveau.

Im Jänner 2022 haben bei einer Umfrage des Konferenz- und Seminaranbieters imh 376 Personen ihr Bildungsbudget bewertet. Die Erkenntnisse: Bildungsbudgets steigen stark an. Der imh Weiterbildungsindex (WEBI), ein Index, der den Stellenwert von beruflicher Weiterbildung in Unternehmen misst, erreicht mit 58,3 (von 120 möglichen Punkten) den zweithöchsten Wert seit Erhebungsbeginn. 2021 war der Wert mit 45,2 noch auf dem niedrigsten Stand.

imh Weiterbildungsindex (WEBI) 2022 – Entwicklung (Download Grafik)


Führungskräfte gönnen sich Präsenzveranstaltungen. Generell mehr Budget für berufliche Weiterbildung.

Der Index wird maßgeblich davon beeinflusst, wieviel Zeit (Ausbildungstage) und Geld (Weiterbildungsbudget) von Unternehmen für berufliche Bildung bewilligt wird. Hier zeigt sich, dass insbesondere Vorstand und Geschäftsführung für sich selbst großzügig sind. Fast die Hälfte (47,3 %) plant heuer mit 3 oder mehr Ausbildungstagen (36,0 % im letzten Jahr) und mehr als jeder Vierte gönnt sich ein entsprechend höheres Budget (genau: 27,8%), während es letztes Jahr nur jeder Zehnte war (10,1%). Das Bild ist allerdings über alle Hierarchieebenen (und auch Unternehmensgrößen) ähnlich: 13,4% erwarten sich steigende Weiterbildungsbudgets (plus 4,4 Punkte vs. 2021) und 35,6% planen mit mehr als 3 Tagen (plus 11,9 Punkte).
 

imh Weiterbildungsindex (WEBI) 2022: Geplante Weiterbildungsveranstaltungen – Nach Hierarchie (Download Grafik)


Lieber Präsenzveranstaltung als Online-Kurs

Wenn Weiterbildung, dann im Moment offenbar Präsenzveranstaltungen: diese werden massiv stärker nachgefragt (plus 12,1 Punkte bei „mehr als 3 Weiterbildungen“) als Online-Weiterbildungen. Moderne Lernformen zeigen, allerdings auf beachtlichem Niveau, ein moderates Wachstum (plus 3,4 Punkte bei „mehr als 3 Weiterbildungen“). Digitale Weiterbildungsformate haben sich also offenbar endgültig durchgesetzt und sind akzeptiert. Im Moment werden aber lieber wieder Präsenztermine gebucht.
 

imh Weiterbildungsindex (WEBI) 2022: Geplante Weiterbildungsveranstaltungen – Präsenz vs. Online (Download Grafik)


Der imh Weiterbildungsindex (WEBI)

Der imh Weiterbildungsindex (WEBI) misst jährlich die Bedeutung von beruflicher Aus- und Weiterbildung in Unternehmen. Befragt werden Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Hierarchieebenen aus österreichischen Unternehmen aller Branchen. Der imh Weiterbildungsindex (WEBI) 2022 hat den Wert 58,3 von 120 möglichen Punkten. Im Jahr 2021 betrug der Wert 45,2 Punkte nach 53,0 im Jahr 2020. Zum Vergleich: Der höchste je erzielte Wert war 59,0 im Jahr 2015. Die Bewertungskriterien sind der Stellenwert von Weiterbildung, die Anzahl der geplanten Veranstaltungsbesuche und die Veränderung des Bildungsbudgets.

Die gesamten Befragungsergebnisse finden Sie unter www.imh.at/weiterbildungsindex


Pressekontakt:
Mag. (FH) Karin Grünauer, Marketing Director
imh Institut Manfred Hämmerle GmbH, Linke Wienzeile 234, 1150 Wien
Tel.: +43(1)89159-445, E-Mail: karin.gruenauer@imh.at, Web: www.imh.at

 

Download dieser Pressemitteilung als pdf