Rückblick Konferenz "Safety"

Im Fokus der Fachkonferenz Safety standen die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und deren konkrete Umsetzung in der Praxis.

Nach einem rechtlichen Update von Mag. Isabel Firneis (Wolf Theiss Rechtsanwälte) wurde über die EU-OSHA Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ gesprochen. Frau Mag. Martina Häckel-Bucher (Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz) erläuterte dem Publikum, dass Kampagnen enorm dazu beitragen, das Bewusstsein für Sicherheitsthemen zu schärfen.

Wie konkret ein alternsgerechter Arbeitsplatz gestaltet werden kann, erzählte Mario Wintschnig, Head of Health & Age bei der Zumtobel Group AG. Er zeigte auf, dass das Thema Altersmanagement unbedingt ins betriebliche Gesundheitsmanagement integriert werden muss, denn krankheitsbedingte Ausfälle spiegeln sich schlussendlich im Produktivitätsverlust wieder.

Wie das Sicherheitsbewusstsein gestärkt werden kann, darüber berichtete Dipl. Ing. Cesare Holst-Mortensen in einem spannenden Beitrag über das Safety Land von Opel Wien. Auch das Thema psychische Belastungen wurde intensiv aufgegriffen. Dipl. Ing. Walter Rauter (Zentral-Arbeitsinspektorat) zeigte auf, dass Lärm enorme psychische Auswirkungen haben kann und welche akustischen Maßnahmen gesetzt werden können. Der Arbeits- und Organisationspsychologe Mag. Dr. Christian Blind unterstrich die Notwendigkeit sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, um vorbeugende Akzente setzen zu können.

Mario Wintschnig (Zumtobel Group AG)

Mario Wintschnig (Zumtobel Group AG): "Der Dialog zwischen den Generationen muss gefördert werden. Wenn 35% der Leute in den nächsten 10 Jahren in Pension geht, verschwindet auch sehr viel Wissen aus dem Unternehmen. Tandemmodelle in welchen Jung und Alt zusammenarbeiten können dem entgegenwirken."

Mag. Martina Häckel-Bucher (Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz)

Mag. Martina Häckel-Bucher (Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz): Jüngere rennen schneller – Ältere kennen die Abkürzung

Dipl. Ing. Cesare Holst-Mortensen (Opel Wien)

Dipl. Ing. Cesare Holst-Mortensen (Opel Wien): Safety Land von Opel soll Gefährdungen erlebbar und fühlbar machen

Mag. Dr. Christian Blind

Mag. Dr. Christian Blind (Arbeits- und Organisationspsychologe)

Abschlussdiskussion

Podiumsdiskussion: Dipl. Ing. Wolfgang Pomrehn (Robert Bosch GmbH), Univ.-Doz. DI Dr. Michael Hofbaur (JOANNEUM RESEARCH), Mag. Gerda Ruppi-Lang (ANMA), Ing. Andreas Oberweger (TÜV Austria), Univ.-Prof. DI Dr. Markus Vincze (TU Wien)

Auch am 2. Konferenztag hat die Vorsitzende Mag. Gerda Ruppi-Lang (ANMA) die Veranstaltung eröffnet und durch den Tag geführt.

Dr. Christian Plas (denkstatt GmbH) sprach über Beinahe-Unfälle sog. Nearmisses als Chance für eine bessere Sicherheitskultur. Über die Rahmenbedingungen einer guten Sicherheitskultur und wie Risiken mit System minimiert werden können, sprach Ing. Andreas Huber (voestalpine Stahl GmbH). Wie eine erfolgreiche Unterweisung ausschauen soll und welche Tools bei Mondi eingesetzt werden, zeigte DI (FH) Josef Leber in einem spannenden Praxisbericht auf.

Zum Abschluss der Fachkonferenz wurde ein Blick in die Glaskugel gewagt und über den Einsatz von Robotern in der Industrie und den damit entstehenden Herausforderungen in der Risikoprävention gesprochen. Dipl. Ing. Wolfgang Pomrehn (Robert Bosch GmbH) lieferte einen spannenden Einblick in das Thema Mensch-Roboter-Kollaboration.

Wohin geht also die Reise in der österreichischen Industrie? Welche Risiken und Stolpersteine lauern? Diese Fragen wurden intensiv in der abschließenden Podiumsrunde diskutiert.

Mag. Gerda Ruppi-Lang (ANMA)

Mag. Gerda Ruppi-Lang (ANMA)

Dr. Christian Plas (denkstatt GmbH)

Dr. Christian Plas (denkstatt GmbH): „Bei der Risikoanalyse braucht es Mut und Fantasie, denn es kann ALLES passieren“

Ing. Andreas Huber (voestalpine Stahl GmbH)

Ing. Andreas Huber (voestalpine Stahl GmbH): „Wir Menschen sind Optimisten – wir verdrängen und sagen uns, es wird mir schon nichts passieren!“

Dipl. Ing. Wolfgang Pomrehn (Robert Bosch GmbH)

Dipl. Ing. Wolfgang Pomrehn (Robert Bosch GmbH): „Die Arbeitswelt wird sich ändern und wir sind aufgerufen da mitzugestalten.“

Mag. Barbara Libowitzky (AUVA)

Mag. Barbara Libowitzky (AUVA): ISO 45001 „Der Teufel liegt im Detail“

Mag. Johanna Bunner (Universität Wien)

Mag. Johanna Bunner (Universität Wien): Ist Arbeitssicherheit Führungsaufgabe?

DI (FH) Josef Leber (Mondi)

DI (FH) Josef Leber (Mondi): Mit E-Learning Elementen Unterweisungen nachhaltig gestalten

Ing. Mag. Christian Schenk (AUVA)

Ing. Mag. Christian Schenk (AUVA): Wie bekomme ich das Thema Sicherheit in die Köpfe?

Auf der Veranstaltung präsentierten sich EcoIntense und AsiX

Auf der Veranstaltung präsentierten sich EcoIntense und AsiX